Finnisch Lappland
das Land der Polarlichter
und Heimat von Santa Claus
Reisezeitraum: Januar
Barbeque Steakhouse & Bar
Reiseroute Finnisch Lappland- das Land der Polarlichter und Heimat von Santa Claus
Stellt euch vor: -28 Grad, die Luft ist so trocken und rein, dass jeder Atemzug glitzert, und über euch tanzt das Nordlicht. Ende Januar haben wir uns den Traum von Lappland erfüllt.
Während viele Touristen in Rovaniemi bleiben, zog es uns weiter nördlich nach Enontekiö. Dort, wo die Natur wilder und die Nächte dunkler sind, haben wir das authentische Finnland erlebt. Hier ist unser Reisebericht mit Route, Unterkünften und echten Insider-Tipps.
Die Rahmendaten:
- Wetter: Wir hatten bis zu -28 Grad. Die trockene Kälte ist erträglich, wenn man das Zwiebelprinzip (viele Schichten!) beherrscht.
- Ein Winterurlaub Ende Januar bedeutet extreme Kälte, aber auch die beste Chance, Polarlichter zu sehen. Der beste Zeitraum für Polarlicht-Beobachtungen ist von Oktober-März.
- Reisestil: Individualreise mit Mietwagen und Buchung von Unterkünften via Airbnb und Booking.
Zeitraum: Januar
Rovaniemi
Enontekiö
Levi
Tag 1–2: Ankunft und die Magie von Enontekiö
Nach der Landung in Rovaniemi ging es direkt Richtung Norden. Schon auf der Fahrt sahen wir die ersten Rentiere und seltene Polare Stratosphärenwolken (Perlmuttwolken). Sie standen ca. 1 h am Himmel.
- Highlight: In unserer ersten Nacht in Enontekiö tanzten die Nordlichter bei -26 Grad direkt über unserem Haus. Wir nutzen die Aurora App für genaue Polarlicht – Vorhersagen. Von geführten Touren raten wir ab, macht euch lieber selbst auf den Weg, sobald die Aurora App Polarlicht- Chancen meldet.
- Wandertipp: Eine Tour auf den Jyppyrä in Hetta. Der Berg bietet tolle Ausblicke sowie eine Kota oben am Gipfel, in der man sich mit selbst mitgebrachten Speisen und Getränken am Feuer aufwärmen kann. Die tiefstehende Wintersonne sorgt für ein stundenlanges Lichtspektakel. Dauer der Wanderung: Bei tiefem Schnee ca. 3h.







Tag 3–4: Schneemobil-Abenteuer in Levi und Husky-Liebe in Hetta
- Schneemobil-Tour: Wir sind ohne Guide gefahren – ein echtes Freiheitsgefühl bei -28 Grad Celsius! Ihr bekommt dort Thermo- Anzüge für die Fahrt, eigene dicke Winterkleidung ist jedoch zusätzlich notwendig.
- Snow Village Levi: Am Nachmittag besuchten wir das Lapland Hotels Snow Village Levi. Dort werden jährlich neue beeindruckende Eisskulpturen geschnitzt. Während des Rundgangs könnt ihr euch an der Eis- Bar mit heißen und kalten Getränken stärken.
- Husky-Safari: Unser absolutes Highlight war Hetta Huskies. Man merkt sofort, wie toll die Hunde dort behandelt werden. Nach der Fahrt durften wir ausgiebig mit den Schlittenhunden kuscheln. Anfangs waren wir etwas skeptisch bzgl. einer Husky – Schlittenfahrt- aber die echte Freude und Aufregung der Hunde zu spüren als es losging, lies alle Zweifel verblassen. Die Hunde lieben die Fahrten – und wir liebten sie umso mehr!









Tag 5–6: Echte Sami-Kultur und Rentier-Safari
Wer mehr über die Ureinwohner Lapplands erfahren möchte, sollte Ketola Reindeer besuchen.
- Authentische Rentier-Safari: Die Sami-Züchter gaben uns Einblicke in ihr Leben und wir durften die Rentiere mit ihrem Lieblingssnack (Islandmoos) füttern. Unser Tipp: Probiert den traditionellen Käse und die orangenen Moltebeeren im Zelt (Lavvu).
- Genießen der wilden Natur Laplands:
Wir nahmen uns auch Zeit, die wunderschöne Natur rund um Enontekiö zu erkunden – die verschneiten Wälder und die vielen gefrorenen Seen lösen maximale Entschleunigung aus. Wir besuchten nochmals ein lokales Rentiergehege und
haben erneut Hetta Huskies für den “Oldies Walk” besucht – ein entspannter Spaziergang mit den Schlittenhunden im Ruhestand.












Foto-Geheimtipp: Das Experiment mit kochendem Wasser (Mpemba-Effekt)
Ein absolutes Highlight bei Extremtemperaturen in Lappland ist das Experiment mit kochendem Wasser. Wenn das Thermometer unter -20 °C fällt (wir hatten in Enontekiö stolze -28 °C), könnt ihr den sogenannten Mpemba-Effekt hautnah erleben.
Dabei schleudert man kochend heißes Wasser in einer weiten, kreisförmigen Bewegung in die Luft. Das Ergebnis ist pure Magie: Das Wasser verdampft und gefriert zeitgleich, wodurch eine gigantische Wolke aus glitzerndem Eisstaub entsteht. Für das perfekte Lappland-Foto solltet ihr diesen Moment während der zwei- bis dreistündigen „Golden Hour“ am Mittag einfangen. Das tiefe Sonnenlicht lässt die Eiskristalle wie Diamanten leuchten – ein spektakuläres Motiv für jedes Reisealbum!
Sicherheitshinweis für die Umsetzung:
Achtet immer auf die Windrichtung! Schleudert das Wasser stets weg vom Körper und mit dem Wind, damit keine heißen Tropfen auf euch landen. Am besten nutzt ihr den Serienbildmodus oder die Zeitlupenfunktion (Slow Motion) eures Smartphones, um das Spektakel in voller Pracht festzuhalten.


Tag 7–9: Rovaniemi und das Weihnachtsmanndorf
- Ounasvaara Winter Trail: Unser erster Stop führte zum Ounasvaara Winter Trail. Sehr empfehlenswert für einen Abendspaziergang mit gigantischem Blick über das beleuchtete und verschneite Rovaniemi.
- Santa Claus Village: Sehr touristisch und unserer Meinung nach überfüllt. 2–3 Stunden reichen völlig aus, um die Souvenir-Shops zu erkunden und die Atmosphäre im Dorf wahrzunehmen sowie einen Schritt über den Polarkreis zu setzen.
- Rentierschlittenfahrt: Unser ehrliches Fazit zur Rentierfahrt: Die Schlittenfahrt im Weihnachtsdorf hat uns enttäuscht (Massenabfertigung). Es kam leider keine tolle Stimmung auf und im Nachhinein würden wir so eine Fahrt nicht noch einmal buchen – auch, da uns die Bedingungen für die Rentiere nicht überzeugt haben.
- Rentier-Wanderung: Die bessere Alternative für uns ist eine Einzel-Rentier-Wanderung! Hier führt man ein zahmes Rentier, welches keine Schlitten mehr zieht, an der Leine durch den Wald – viel persönlicher und entspannter. Es bleibt auch genug Zeit für Leckerlis und Streicheleinheiten.
- Aurora-Iglu: Wir buchten uns in Rovaniemi auch eines der bekannten Aurora- Iglus. Um ehrlich zu sein, würden wir dies maximal für eine Nacht für das „Feeling“ empfehlen. Die Unterkunft war sehr sauber, jedoch sind die Iglus sehr eng und eine Küche sowie Badezimmer sind meist in separaten Gebäuden gemeinschaftlich zu nutzen. Im Preis- Leitungs- Verhältnis ist es sinnvoller eine Hütte etwas außerhalb zu mieten. Wir hatten leider etwas Pech und die Wetterlage lies zu dem Zeitpunkt, an dem wir das Iglu besuchten, keine Polarlicht- Beobachtungen zu. Diese wäre in den Iglus in Rovaniemi aber ohnehin schwierig gewesen, da die Iglus direkt an einer viel befahrenen Straße stehen und eine hohe Lichtverschmutzung das Aurora- Erlebnis beeinträchtigt.











Unsere Unterkünfte
- Enontekiö (7 Nächte): Ein traumhaftes Airbnb direkt in der Natur. Perfekt, um Nordlichter direkt vor der Tür zu sehen. Link zum Airbnb: Einsame Waldhütte
- Rovaniemi (2 Nächte): Ein Iglu zentral gelegen für die letzten Besorgungen vor dem Abflug und Chance auf Polarlichter in der Nacht. Link zur Booking-Unterkunft: Aurora Hut
Unser Reise-Fazit
Lappland im Januar ist eine Herausforderung für die Garderobe, aber ein Geschenk für die Seele.
Unser Tipp:
Fahrt hoch nach Enontekiö für die echte Stille und unterstützt lokale, authentische Anbieter wie Ketola Reindeer oder Hetta Huskies.