Lanzarote Schwarze Strände und Feuerberge - die Highlights und Geheimtipps für deine reise auf die vulkaninsel

Lanzarote ist mehr als nur eine spanische Urlaubsinsel – es ist ein Kunstwerk aus Feuer, Asche und dem Genie César Manriques. In diesem Reisebericht nehmen wir dich mit auf einen Roadtrip zu den Highlights der Kanareninsel, von tiefschwarzen Lavafeldern und Vulkanen bis hin zu türkisblauen Buchten und Traumständen.

Die Rahmendaten:

  • Reisezeitraum: März (15.03.-22.03.)
  • Reisestil: Individualreise mit Mietwagen und Buchung von Unterkünften via Airbnb und Booking.
  • Empfehlung: Bucht für eine Lanzarote-Reise definitiv einen Mietwagen, sonst entgehen euch zahlreiche Sehenswürdigkeiten.

Tias

La Geria

Jardin de Cactus

Arrecife

Schiffswrack Barco Telamon

La Isleta

Arrieta

Jameos del Aqua

Puerto del Carmen

Timanfaya Nationalpark

Salinas de Janubio

Papagayo Beach

Montana Bermeja

Los Hervideros

Lago / Laghetto Verde

Las Grietas

Montana Negra

Tenesar

Caldera de los Cuervos

Volcan de la Corona

Mirador del Rio

La Graciosa

Caleton Blanco

Haria

Teguise

Montana Roja

Tag 1–2: Ankunft in Tias, Weinanbau-Gebiet La Geria, Jardín de Cactus, Arrecife, Schiffswrack Barco Telamon und La Isleta

Tias:

Tias ist der ideale Ausgangspunkt für einen Lanzarote-Urlaub. Abseits der großen Hotelburgen erlebst du hier das echte kanarische Leben in authentischen Airbnbs (wir hatten sogar einen eigenen Pool). Die weißen Häuser inmitten von riesigen Hibiskus-Büschen mit ersten Vulkan-Hügeln im Hintergrund stimmen auf einen wundervollen Urlaub ein. Insider-Tipp: Tias bietet fantastische lokale Taperías.

Weinanbau-Gebiet La Geria:

Die Fahrzeit von Tias in das Weinanbau-Gebiet La-Geria beträgt ca. 15 Minuten. La Geria ist ein weltweit einzigartiges Weinanbaugebiet. Die Reben wachsen hier in geschützten Lavakuhlen, den sogenannten Zocos. Ein Stopp bei der Bodega La Geria oder El Grifo (älteste Bodega der Kanaren) ist Pflicht.

Wir haben ca. 1,5 Stunden in La Geria verbracht und die Weinfelder bewundert. Unser Tipp: Probiere den lokalen Malvasia-Wein.

Jardín de Cactus:

Circa 30 Minuten von La Geria entfernt befindet sich der Jardín de Cactus – ein Kakteen-Paradies in einem ehemaligen Steinbruch – geschaffen von César Manrique. Hier sind circa 4.500 Kakteenarten beheimatet. Eine riesige Windmühle ist der “Hingucker” zwischen all den Kakteen. Im Jardín de Cactus Restaurant könnt ihr das Panorama des Kaktusgartens genießen und sogar Speisen und Getränke aus Kakteen probieren. Wir haben ca. 1,5 Stunden im Kaktusgarten verbracht. Zur Hochsaison solltet ihr mit vielen Besuchern rechnen. 

Arrecife:

Circa 20 Minuten vom Kaktusgarten entfernt befindet sich Arrecife – die Hauptstadt von Lanzarote.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten in Arrecife sind die Meereslagune Charco de San Ginés mit zahlreichen blauen und weißen Fischerbooten und Castillo de San Gabriel – die Festung am Meer. Die Orte sind fußläufig innerhalb von 15 Minuten zu erreichen und ihr kommt auch an der “Flaniermeile” Calle Real vorbei. Wir haben hier ca. 2 Stunden verbracht. 

Barco Fantasma / Barco Telamon:

Circa 10 Minuten von Arrecife entfernt befindet sich das Schiffswrack Barco Fantasma, welches alternativ als Barco Telamon bezeichnet wird und ein “Muss” für Fotografen & Lost Place-Fans ist. Das Wrack eines griechischen Frachters liegt seit 1981 in der Bucht von Las Caletas. Dauer: ca. 20 Minuten.

  • Wichtig: Das Wrack ist baufällig. Bleib am Ufer – die besten Fotos entstehen bei Sonnenuntergang direkt vom Strand aus. 

La Isleta:

Circa 20 Minuten vom Schiffswrack Barco Fantasma/ Telamon entfernt befindet sich La Isleta. Da es hier kaum touristische Infrastruktur gibt, ist La Isleta der perfekte Ort, um nach dem Trubel in Arrecife oder beim Schiffswrack einmal tief durchzuatmen. Ein Ort, an dem die ungezähmte Brandung gegen dunkle Felsformationen schlägt – ein absolutes Naturerlebnis und ein Geheimtipp, um in Ruhe den Sonnenuntergang zu genießen.

  • Foto-Tipp: Die Gegend ist ideal für Langzeitbelichtungen des Meeres, da die Felsen hier sehr markant aus dem Wasser ragen.
  • Festes Schuhwerk: Da der Untergrund aus losem Vulkangestein und Sand besteht, solltest du hier nicht mit Flip-Flops herumlaufen. Zudem pfeift der Wind hier oft ungehindert über die Landzunge – nimm dir eine Jacke mit.

Tag 3: Arrieta, Jameos del Agua, Puerto del Carmen, Timanfaya Nationalpark und Salinas de Janubio

Arrieta:

Arrieta ist ein entspanntes und ruhiges Fischerdorf. Das charmante „Blaue Haus“ (La Casa Juanita) direkt am Meer und der goldene Sandstrand Playa de la Garita waren ein absolutes Highlight. Falls ihr zur Mittagszeit vor Ort seid, kehrt in eines der lokalen Restaurants ein – der Fisch ist fangfrisch und deutlich günstiger als in den großen Touristenzentren. Wir haben ca. 1 h gebraucht, um das Örtchen zu erkunden.

Jameos del Agua:

Nur 10 Minuten von Arrieta entfernt befindet sich der “Wohlfühl-Ort” des Künstlers César Manrique (heute ein Kulturzentrum)- Jameos del Aqua. Das Highlight hier ist ein unterirdischer Salzsee voller Albinokrebse, die es weltweit nur an diesem Ort gibt. Die Jameos del Agua sind Teil einer Lavaröhre, die beim Ausbruch des Vulkans Corona entstand. Wir haben hier ca. 1,5 h verbracht. Auch außerhalb der Saison war dieser Ort ziemlich überfüllt, da hier unter anderem viele Reisebusse anhalten.

Puerto del Carmen / Strand von Matagorda:

Circa 20 Minuten von Jameos del Aqua entfernt befindet sich Puerto del Carmen – der perfekte Ort für einen Bummel an der langen Strandpromenade Avenida de las Playas. Ihr könnt auch am alten Hafen (Puerto Viejo) anhalten und dort einen Kaffee oder ein Eis mit dem schönsten Blick auf die Boote und das glitzernde Meer genießen. Dauer: ca. 1,5 h. 

Ein absoluter Geheimtipp für Adrenalin-Fans und Fotografen ist das Flugzeug-Spotting am Strand von Matagorda. Da die Landebahn fast direkt am Meer beginnt, donnern die Urlaubsflieger im Tiefflug über deinen Kopf hinweg. Stell dich direkt an den Begrenzungszaun des Flughafens nahe Puerto del Carmen – näher kommst du den riesigen Maschinen im Landeanflug kaum irgendwo auf der Welt!

Timanfaya Nationalpark:

Nach circa 25 Minuten Fahrzeit ab Puerto del Carmen erreicht ihr den Timanfaya Nationalpark. Ein absolutes MUSS für jeden Lanzarote – Trip! Es ist das aktive Vulkangebiet mit “Feuerbergen” und einer außerirdischen Lavalandschaft, die im 18. Jahrhundert entstand. Wir sind immer noch tief beeindruckt von den  geothermischen Vorführungen am Islote de Hilario, bei denen Wasserfontänen wie Geysire aus der Erde schießen. Das Vulkangebiet kann nur mit geführten Bustouren erkundet werden – plane den Besuch daher morgens oder abends, um lange Warteschlangen zu vemeiden. Dauer: ca. 2h. 

Das Highlight im Timanfaya Nationalpark sind neben der Busfahrt durch die Krater die geothermischen Vorführungen. Es ist absolut beeindruckend zu sehen, wie die Ranger einen Eimer Wasser in ein Loch im Boden schütten und nur Sekunden später eine gewaltige Lava-Fontäne (Dampfgeysir) mit lautem Zischen gen Himmel schießt – ein direkter Beweis für die enorme Hitze, die hier noch knapp unter der Oberfläche herrscht.

Salinas de Janubio:

Den Abend könnt ihr ungefähr 15 Minuten entfernt bei den Salzfeldern “Salinas de Janubio” ausklingen lassen – mit ein wenig Glück, bei einem tollen Sonnenuntergang. Die Salinas de Janubio sind die größten Salzbecken (Salinen) der Kanaren und leuchten je nach Sonnenstand in Weiß, Rosa oder tiefem Rot. Wir haben hier ca. 1 Stunde den Sonnenuntergang angeschaut, tagsüber reichen 15-30 Minuten Aufenthaltsdauer.

Tag 4: Papagayo Beach, Montaña Bermeja, Los Hervideros und Lago/Laghetto Verde

Papagayo Beach:

Wir starten den Tag sehr früh am Papagayo Beach und genießen eine der schönesten Badebuchten im Süden der Insel. Die Anfahrt zum Strand ist etwas abenteuerlich- ca. 5 km Schotterpiste, sie lohnt sich aber für das Postkartenmotiv. Kristallklares Wasser trifft auf goldenen Sand, geschützt durch dunkle Klippen. Es gibt mehrere Buchten (z.B. Playa Mujeres oder Playa del Pozo). Die Hauptbucht Playa de Papagayo ist die bekannteste und bietet eine kleine Bar (Chiringuito) auf den Klippen. Ihr könnt hier alternativ auch einen ganzen Strandtag einplanen, wir waren nur bis 13 Uhr am Strand.

  • Mautgebühr ca. 3 € pro Auto für die 5 km Schotterpiste
  • Wichtig: Prüfe deinen Mietwagenvertrag, da viele Anbieter Fahrten auf unbefestigten Straßen nicht versichern.
  • Wer früh kommt (vor 10 Uhr), entgeht dem größten Ansturm und findet leichter einen Parkplatz.

Montaña Bermeja:

Circa 25 Minuten entfernt befindet sich ein tiefroter Schlackenkegel- Vulkan direkt am schwarzen Strand – der Montaña Bermeja. Ein echter Geheimtipp – Das intensive Farbspiel zwischen dem roten Gestein und der pechschwarzen Küste ist einmalig. Direkt davor liegt eine kleine grüne Lagune, die oft vergessen wird. Wir haben das Vulkangestein ca. 40 Minuten lang bewundert. 

Los Hervideros:

In 5 Minuten von Montaña Bermeja erreicht ihr Los Hervideros – ein atemberaubendes Naturschauspiel. Riesige Wellen schlagen mit voller Wucht gegen die Lavahöhlen von Los Hervideros. Ein Labyrinth aus Pfaden führt direkt über die Abgründe. Bei starkem Wellengang peitscht das Wasser mit solcher Wucht in die Löcher, dass es wie kochendes Wasser nach oben spritzt. Der Eintritt und die Parkplätze sind kostenlos. Dauer: ca. 45 Minuten. 

Lago Verde & Laghetto Verde:

Als letzte Sehenswürdigkeiten stehen für den heutigen Tag Lago Verde & Laghetto Verde an. Die leuchtend grüne Farbe des Sees (verursacht durch eine spezielle Algenart) bildet einen extremen Kontrast zum schwarzen Sandstrand und den rötlichen Kraterwänden. Lago Verde ist ca. 5 Minuten Fahrzeit von Los Hervidos entfernt. Wir haben hier ca. 30 min verbracht. Vom Parkplatz am Dorfeingang aus dauert der Fußweg zum Aussichtspunkt nur etwa 5 Minuten entlang eines gut befestigten Pfades – wir waren am Abend dort, trotzdem war der enge Pfad noch gut besucht.

  • Die berühmte grüne Lagune in El Golfo ist oft sehr gut besucht, versucht daher früh Morgens oder später am Abend anzureisen.
  • Fototipp: Am späten Nachmittag steht die Sonne perfekt, um das Grün des Sees ohne harte Schatten einzufangen. 
  • Das Baden und Betreten der Lagune ist verboten.

Tag 5: Montaña Blanca / Las Grietas, Montaña Negra, Tenesar und Caldera de los Cuervos

Montaña Blanca & Montaña Negra:

Montaña Blanca & Montaña Negra: Zwei Vulkane, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten, liegen hier direkt nebeneinander. Der Montaña Blanca ist mit der hellen, fast beige-weißen Farbe eine Seltenheit auf der sonst schwarzen Insel. Der Montaña Negra bietet einen der besten Rundumblicke über das gesamte Weinanbaugebiet bis hin zum Timanfaya Nationalpark. Insbesondere der Blick auf den benachbarten farbenfrohen Montaña Colorada ist traumhaft. Der Aufstieg zum Montaña Negra umfasst circa 1,2 Kilometer und etwa 160 Höhenmeter. Oben am Gipfel haben sich zahlreiche Pflanzen der Bejeque de Malpaís angesiedelt, welche im Juni pink blühen. Wir haben ca. 1,5 h (Hin- und Rückweg inkl. Foto-Pause) für die Wanderung zum Montaña Negra gebraucht.

Stratified City (Las Ciudad Estratificada)

Bevor du den bekannten Canyon ansteuerst, solltest du unbedingt einen Stopp bei der Stratified City einlegen. Diese bizarren, durch Erosion geformten Felsformationen wirken wie eine verlassene Stadt aus einer anderen Welt. Es ist der perfekte Ort, um ein wenig zwischen den geschichteten Steinen herumzuklettern und surreale Fotos zu machen.

Las Grietas – der Antelope Canyon von Lanzarote

Ein echter Geheimtipp für Naturfans und Fotografen sind die Las Grietas. Diese beeindruckenden Felsspalten an den Hängen des Vulkans Montaña Blanca erinnern stark an die berühmten Slot Canyons in den USA. Die durch Erosion geformten, wellenförmigen Wände aus erstarrter Lava bieten ein surreales Lichtspiel und sind eines der spektakulärsten Fotomotive der Insel. Du kannst direkt in diese schmalen Spalten hineinlaufen und die faszinierenden Texturen der vulkanischen Wände aus nächster Nähe bewundern. Die Farben wechseln je nach Lichteinfall von hellem Beige bis zu tiefem Rostrot. Die Location liegt direkt an der Hauptstraße LZ-35 zwischen Tías und San Bartolomé. Insgesamt gibt es 3 große Spalten zu erkunden. Wir waren hier ca. 1 Stunde.
  • Wichtiger Park-Tipp: Parke auf keinen Fall direkt am Straßenrand gegenüber der Spalten – das ist gefährlich und wird oft kontrolliert. Nutze den offiziellen Schotterparkplatz etwa 600 Meter entfernt (Richtung San Bartolomé).
  • Um zu den Spalten zu gelangen, musst du die Schnellstraße nicht überqueren. Es gibt eine Fußgänger-Unterführung unter der LZ-35, die dich sicher vom Parkplatz direkt zu den Grietas führt.
  • Festes Schuhwerk ist hier absolute Pflicht, da das Lavagestein sehr rutschig sein kann.
  • Beste Zeit: Um den Massen zu entgehen, solltest du vor 10:00 Uhr morgens oder nach 17:00 Uhr kommen. Das weiche Licht am späten Nachmittag lässt die Farben der Felsen besonders intensiv leuchten.

Tenesar:

Ungefähr 15 Minuten Fahrzeit trennen euch von dem fast verlassenen Fischerdorf Tenesar am Rande der Lavaströme – ein echter Ruhepol! Tenesar wird oft als das „Geisterdorf“ von Lanzarote bezeichnet. Es liegt abgeschieden am Ende einer Straße, umgeben von erstarrten Lavaströmen des Timanfaya-Ausbruchs. Wir haben hier in der Nähe der Felsspalten am Meer tiefrote Felsenkrabben beobachtet und tolle schwarze Basaltsäulen bewundert. Dauer: ca. 2h. 

  • Hier gibt es keine Cafés oder Shops, nur Ruhe und Natur. Es ist der perfekte Ort für Reisende, die dem Massentourismus entfliehen wollen.
  • Achte bei der Anfahrt auf die teils engen Wege durch die Lavafelder.

Caldera de los Cuervos:

Weitere 15 Minuten entfernt könnt ihr direkt in einen Vulkankrater – den Caldera de los Cuervos hineinwandern. Hier darf der Kraterboden offiziell betreten werden, der Vulkan brach um 1730 aus. Der 4 km lange Rundweg ist relativ flach und auch für weniger geübte Wanderer gut machbar. Wir haben ca. 1,5 h hier verbracht. 

  • Parke direkt am offiziellen Wanderparkplatz an der Straße LZ-56.

Tag 6: Volcán de la Corona und Mirador del Río (optional: La Graciosa)

Volcán de la Corona:

Wir starten den Tag mit einer Wanderung zum Kraterrand des höchsten Vulkans im Norden – Volcán de la Corona. Der Gipfel bietet einen atemberaubenden Ausblick auf einen gigantischen, tiefen Krater und eine Weitsicht über die Nordküste bis hin zum Meer. Der Weg führt vorbei an Weinreben und Feigenbäumen, die im fruchtbaren Boden des Nordens prächtig gedeihen. Der Aufstieg startet im Dorf Ye. Der Pfad ist moderat, aber am Kraterrand kann es sehr windig sein.

Mirador del Río:

Der Mirador del Río im Norden Lanzarote’s ist weit mehr als nur ein Aussichtspunkt – es ist ein weiteres Bauwerk des berühmten Künstlers César Manrique. Von hier aus hast du den berühmtesten Blick der Kanaren auf die Nachbarinsel La Graciosa. Das Besondere am Mirador del Río ist, dass er fast unsichtbar in den Felsen des Risco de Famara integriert wurde. Du schaust direkt hinunter auf die Meerenge „El Río“ und die gesamte Insel La Graciosa mit ihren markanten Vulkankegeln. Bei klarer Sicht kannst du sogar die kleineren Inseln des Chinijo-Archipels wie Montaña Clara und Alegranza sehen. Wir haben hier ca. 1 Stunde verbacht.

La Graciosa:

Falls ihr noch einen weiteren Tag Zeit habt, plant doch einen Tagestrip nach La Graciosa ein: Ab Órzola kann man mit der Fähre zur Nachbarinsel La Graciosa übersetzen und eine kleine Zeitreise machen. Auf La Graciosa gibt es keine Autos und keine asphaltierten Straßen. Du kannst dir direkt am Hafen von La Graciosa ein Mountainbike ausleihen, um zu entlegenen Stränden zu kommen. Nimm ausreichend Sonnenschutz und Wasser mit, da es auf der Insel kaum Schatten und außerhalb des Hauptortes keine Restaurants/ Verpflegung gibt.

Tag 7: Caletón Blanco, Haría, Teguise und Montaña Roja

Caletón Blanco:

Wir beginnen den letzten Urlaubstag am weißen Naturstrand Caleton Blanco, der Karibik Lanzarotes. Er ist berühmt für die flachen, kristallklaren Lagunen, die sich bei Ebbe bilden. Sie sind perfekt zum Entspannen und bieten Schutz vor der Brandung. Da das Wasser hier sehr flach ist, erwärmt es sich schneller als an anderen Stränden – ideal für ein Bad am Morgen. Pack dir unbedingt Schnorchelsachen ein, da man in den Felsspalten viele Fische beobachten kann. Wir waren hier ca. 3,5 h (inkl. Badezeit). 

Haría:

Nach 15 Minuten Fahrzeit ab Caleton Blanco erreicht ihr das Tal der tausend Palmen, welches euch in die historische Hauptstadt Teguise führt. Haría gilt als das schönste Dorf der Insel und liegt eingebettet in dem grünen Tal. Wenn du an einem Samstag dort bist, besuche den traditionellen Kunsthandwerkermarkt. Wir sind durch die kleinen Gassen des Ortskerns Plaza León y Castillo geschlendert. Dauer: ca. 1-1,5h. 

Teguise:

Teguise war die frühere Hauptstadt von Lanzarote und steht heute unter Denkmalschutz. Die prachtvolle Kirche Iglesia de Nuestra Señora de Guadalupe und der Plaza de la Constitución sind einen kurzen Stop wert. Dauer: ca. 40 min. Teguise ist berühmt für seinen riesigen Sonntagsmarkt. Wer es jedoch ruhiger mag, sollte unter der Woche kommen, um die Architektur in Ruhe fotografieren zu können.

Montaña Roja:

Zum Abschluss unserer Reise wagen wir den Aufstieg zum Hausberg von Playa Blanca – den Montana Roja – für einen Weitblick bis nach Fuerteventura. Der Aufstieg dauert etwa 30 Minuten und ist technisch unkompliziert.

Unser Reise-Fazit zu unserem Insel-Roadtrip auf Lanzarote

Lanzarote ist weit mehr als nur eine Urlaubsinsel für Strandurlauber. Nach sieben Tagen auf der Insel können wir sagen: Es ist ein Ort, der durch seine einzigartige Symbiose aus Kunst und Natur besticht. Dank des Einflusses von César Manrique hat die Insel ihren authentischen Charakter bewahrt – ohne riesige Hotelburgen, dafür mit viel Liebe zum Detail. Lanzarote hat uns mit seiner rauen Schönheit und den tiefschwarzen Lava-Landschaften definitiv beeindruckt. Dennoch fanden wir die Insel schon fast “zu touristisch” – es gibt nur wenige Ecken, an denen man die Ruhe genießen kann. Alle bekannten Orte sind meist sehr überlaufen.

Unsere Highlights: 

  • Der Timanfaya Nationalpark – man fühlte sich wie bei einem Besuch auf einem anderen Planeten.
  • Las Grietas – tolle Felsspalten, viel weniger überlaufen als der Antelope Canyon.
  • Montaña Negra – der Ausblick auf den roten Vulkan Montana Colorada und die umliegenden Vulkane war traumhaft. 

Unsere Tipps:

  • Denke immer an eine leichte Jacke, besonders an der Westküste bei Tenesar – auf Lanzarote ist es so gut wie nie windstill.
  • Timing: Besuche beliebte Spots wie den Jardín de Cactus entweder direkt zur Öffnungszeit oder am späten Nachmittag, um den Touristenbussen zu entgehen.
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