Dolomiten Highlights Deine Route für den perfekten Südtirol Roadtrip

Bist du bereit für das Herz der Alpen? Die Dolomiten sind nicht ohne Grund UNESCO-Weltnaturerbe – hier warten schroffe Gipfel, spiegelglatte Bergseen und Landschaften, die fast zu schön sind, um wahr zu sein. Egal, ob du ein leidenschaftlicher Wanderer, ein Hobbyfotograf auf der Suche nach dem perfekten Shot oder einfach nur ein Naturliebhaber bist: Die Region rund um das Hochpustertal und die Sextner Dolomiten wird dich sprachlos machen.
In diesem Beitrag erkunden wir zusammen die weltberühmten Drei Zinnen, finden versteckte Naturwunder wie die Erdpyramiden von Percha und genießen die Stille am Toblacher See. Damit dein Abenteuer perfekt wird, haben wir dir zu jedem Ort unsere besten Tipps zu Parkmöglichkeiten, der idealen Besuchszeit und der nötigen Dauer zusammengestellt.
Pack deine Wanderschuhe ein – hier sind die 8 Orte in Südtirol, die du diesen Sommer auf keinen Fall verpassen darfst!

Die Rahmendaten:

  • Reise-Zeitraum: Juni  
  • Reisestil: Individualreise mit Mietwagen und Buchung von Unterkünften via Airbnb und Booking.
  • Wetter: Wir hatten frühlingshafte Temperaturen von 10-18 Grad Celsius. 

Drei Zinnen / Tre Cime di Lavaredo

Sorapissee / Lago di Sorapis

Pragser Wildsee / Lago di Braies

Misurinasee / Lago di misurina

Toblacher See / Lago di dobbiaco

Fischleintal

Erdpyramiden von Percha

Plätzwiese

Drei Zinnen (Tre Cime di Lavaredo): Das majestätische Wahrzeichen der Dolomiten

Die Drei Zinnen (Tre Cime di Lavaredo) sind weit mehr als nur ein Fotomotiv – sie sind das unangefochtene Symbol der UNESCO-Welterbe Dolomiten. Wer vor den gigantischen Nordwänden steht, spürt die magische Anziehungskraft dieser markanten Felsformationen.

  • Was du sehen musst: Die klassische Umrundung führt dich von der Auronzohütte über den Paternsattel zur Dreizinnenhütte. Von dort hast du den berühmten Postkartenblick auf die „Große“, „Westliche“ und „Kleine“ Zinne.
  • Verweildauer: Plane für die Wanderung etwa 4 bis 6 Stunden ein, um genügend Zeit für Fotostopps und eine Einkehr in den Berghütten zu haben.
  • Insider-Tipp: Nutze die frühen Morgenstunden für das „Alpenglühen“ und um den Touristenmassen zu entgehen. Die Mautstraße zur Auronzohütte ist ab 08:00 Uhr oft überfüllt – wer vor 07:00 Uhr kommt, entgeht dem Stau und sichert sich einen Parkplatz. Es ist eine Parkplatzreservierung über Auronzo.info notwendig. Ein Ticketkauf vor Ort ist nicht mehr möglich.

Ein Geheimtipp für Fotografen: Die Höhlen am Paternkofel bieten den perfekten Rahmen für ein spektakuläres Foto der Drei Zinnen.

Die schönsten Dolomiten-Seen: Lago di Sorapis, Pragser Wildsee, Misurinasee und Toblacher See

Sorapissee (Lago di Sorapis)

Der Lago di Sorapis (Sorapissee) wirkt mit seinem milchig-türkisen Wasser fast wie von einem anderen Planeten. Dieses Naturphänomen entsteht durch feinen Gletscherschliff und macht den See zu einem der begehrtesten Wanderziele in der Nähe von Cortina d’Ampezzo.

  • Das Erlebnis: Der Weg (Wanderweg 215) ist abenteuerlich und bietet spektakuläre Ausblicke, erfordert aber Trittsicherheit, da einige Passagen schmal und mit Stahlseilen gesichert sind.
  • Verweildauer: Da der Aufstieg ca. 2 bis 3 Stunden dauert, solltest du insgesamt 6 bis 7 Stunden für den gesamten Ausflug einplanen.
  • Insider-Tipp: Besuche den See im Juni oder Juli. Im Spätsommer sinkt der Wasserstand deutlich.

Pragser Wildsee (Lago di braies)

Kein See in Südtirol ist so berühmt wie der Pragser Wildsee. Eingebettet in die dunklen Wälder und überragt vom massiven Seekofel, bietet er eine Kulisse, die jährlich Tausende Besucher verzaubert.

  • Highlights: Wer es aktiv mag, kann den See in etwa 1-1,5 Stunden auf einem malerischen Rundweg umwandern. Eine Fahrt mit den traditionellen Holzbooten ist ebenfalls möglich, wir haben jedoch darauf verzichtet, da der See zum Zeitpunkt unseres Besuchs gut besucht war – Wartezeiten von bis zu 2 Stunden auf ein Boot sind keine Seltenheit.
  • Verweildauer: Etwa 3 Stunden für Fotografie, Bootfahren und den Rundweg.
  • Insider-Tipp: Um den Overtourism zu kontrollieren, ist die Zufahrt im Sommer (Juli bis September) nur mit Online-Reservierung möglich. Buche dein Ticket unbedingt Wochen im Voraus oder miete dich im lokalen Hotel direkt am Pragser Wildsee ein. Zur Parkplatz-Reservierung geht es hier

Misurinasee (Lago di misurina)

Der Misurinasee (Lago di Misurina) besticht durch seine elegante Atmosphäre und die heilende Luft, die besonders für Asthmatiker empfohlen wird. Das majestätische Grand Hotel am Ufer verleiht dem Ort einen Hauch von Nostalgie.

  • Aktivitäten: Der See ist perfekt für einen entspannten Spaziergang (ca. 2 km flach). Das Spiegelbild der Drei Zinnen im Wasser ist eines der beliebtesten Fotomotive der Region, wenn es windstill ist. Ihr könnt euch auch ein Ruderboot ausleihen oder ein Eis am Ufer des Sees genießen.
  • Verweildauer: 1 bis 2 Stunden für einen Rundgang und ein Eis am Ufer.
  • Insider-Tipp: Der Misurinasee ist der ideale Ausgangspunkt für die Fahrt hoch zu den Drei Zinnen. Verbinde beide Ziele an einem Tag.

Toblacher See (Lago di dobbiaco)

Der Toblacher See (Lago di Dobbiaco) liegt direkt an der Grenze zwischen den Naturparks Drei Zinnen und Fanes-Sennes-Prags. Er ist die ruhigere, aber ebenso schöne Alternative zu den bekannteren Nachbarseen.

  • Sehenswertes: Ein Naturlehrpfad führt um den See und informiert über die lokale Flora und Fauna. Die Aussichtsplattformen bieten tolle Möglichkeiten zur Vogelbeobachtung. 
  • Verweildauer: Plane ca. 2 Stunden ein. Im Sommer kannst du dir auch ein Tretboot leihen und die Stille auf dem Wasser genießen.
  • Insider-Tipp: Ein toller Kontrast zum Pragser Wildsee – der Toblacher See bietet wunderschönes klares Wasser zum baden ohne Menschenmassen. Wir haben uns an diesem tollen Ort noch einen klassischen Apfelstrudel gegönnt und den Blick auf den See und das dahinterliegende Bergpanorama genossen. Der See ist auch im Winter ein Highlight, wenn er komplett zufriert und zum Eislaufen einlädt.

Geheimtipps: Fischleintal, Erdpyramiden von Percha und Plätzwiese

Fischleintal: Das Tor zur Sextner Sonnenuhr

Das Fischleintal in Sexten gilt oft als das schönste Tal der Welt. Es ist der Einstieg in das Herz der Sextner Dolomiten und bietet einen direkten Blick auf die „Sextner Sonnenuhr“ – eine gigantische Formation aus Berggipfeln.

  • Aktivitäten: Der Weg vom Parkplatz zur Talschlusshütte ist eben und führt durch blühende Lärchenwiesen. Er ist ideal für Familien und Genusswanderer. Ihr kommt auch an dem Fischleinbach vorbei, dieser war jedoch im Juni bereits ausgetrocknet – er erreicht seinen Pegel nur durch Schmelzwasser.
  • Verweildauer: Für einen Spaziergang reichen 2 bis 3 Stunden. Wer weiter zur Drei-Zinnen-Hütte wandert, braucht einen ganzen Tag.
  • Insider-Tipp: Im Juni war das Tal leider wenig spektakulär. Ein Besuch lohnt sich vermutlich eher im Herbst, wenn sich die Lärchen goldgelb verfärben.

Erdpyramiden von Percha

Die Erdpyramiden von Percha sind ein faszinierendes Beispiel für die Kraft der Erosion. Über Jahrhunderte haben Regen und Schneeschmelze diese bizarren Lehmformationen mit ihren „steinernen Hüten“ geformt.

  • Aktivitäten: Ein gut markierter Wanderweg führt dich zu verschiedenen Aussichtspunkten, von denen du die filigranen Säulen bewundern kannst.
  • Verweildauer: Die Wanderung dauert inklusive Besichtigung etwa 2 Stunden.
  • Insider-Tipp: Besuche die Pyramiden am Nachmittag. Wenn die Sonne tief steht, leuchtet der lehmige Boden in warmen Gelb- und Rottönen.

Plätzwiese: Freiheit auf 2.000 Metern

Die Plätzwiese ist ein hochalpines Plateau, das dir den Atem rauben wird. Hier oben spürst du die Weite der Alpen und genießt eine unvergleichliche Ruhe fernab des Trubels.

  • Highlights: Von hier aus hast du einen Logenplatz mit Blick auf die Hohe Gaisl und den Monte Cristallo. Die Gegend ist ein Paradies für einfache Wanderungen zu Almhütten (z.B. Dürrensteinhütte).
  • Verweildauer: Ein halber bis ganzer Tag, je nachdem, ob du nur die Aussicht genießt oder zum Gipfel des Dürrenstein aufsteigst.
  • Insider-Tipp: Auch hier ist die Zufahrt im Sommer reglementiert. Nutze den Shuttlebus ab Schmieden oder Brückele, um Stress bei der Parkplatzsuche zu vermeiden. Wir besuchten die Plätzwiese spontan an einem Juni-Nachmittag, zu diesem Zeitpunkt war eine Zufahrt mit dem eigenen PKW problemlos möglich und die Parkplatz-Suche einfach. 

Unser Reise-Fazit

Die Dolomiten haben uns mit ihrer gewaltigen Natur tief beeindruckt. Orte wie der Pragser Wildsee oder die Drei Zinnen halten absolut, was sie auf Fotos versprechen – das Timing ist jedoch entscheidend. Wir besuchten diese Orte immer früh am Morgen, um die Ruhe genießen zu können. Ab 09.00 Uhr wird es leider sehr schnell voll und die Orte laut und überlaufen.

Das Fischleintal war für uns im Juni eine kleine Enttäuschung. Während man auf Bildern oft üppige Landschaften sieht, war der Fluss bei unserem Besuch fast komplett ausgetrocknet, was dem Tal viel von seinem Charme geraubt hat. Es zeigt sich wieder einmal, dass die Natur unberechenbar ist – gerade im Frühsommer kann die Schneeschmelze schon vorbei sein, während der Regen noch auf sich warten lässt.

Unser wichtigster Rat für dich:
Plane deine Highlights flexibel. Wenn ein Ort (wie das Fischleintal) gerade nicht in voller Pracht erstrahlt, gibt es in der direkten Umgebung meist eine fantastische Alternative wie die Plätzwiese. Die Dolomiten sind groß genug, um immer einen Ort zu finden, der dich genau in diesem Moment verzaubert.

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