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Niederlande

von Amsterdam bis zur Tulpenroute Flevoland

Reisezeitraum: April

Barbeque Steakhouse & Bar

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Reiseroute Niederlande- Zwischen blühenden Tulpen und historischen Windmühlen

Unser “Holland” Road-Trip durch die wunderschönen Niederlande war ein wahrer Farbrausch! Von den endlosen Tulpenfeldern in Flevoland bis zu den ikonischen Windmühlen von Kinderdijk. Wir zeigen euch unsere Route und die absoluten Highlights unseres Roadtrips.

Die Rahmendaten:

  • Reisezeitraum: April (16.04.-21.04.)
  • Reisestil: Individualreise mit Mietwagen und Buchung von Unterkünften via Airbnb und Booking.

Unsere Route im Überblick:

  • Unterkunft & Basis: Kampen (eine charmante Hansestadt).
  • Blütenzauber: Tulpenroute Flevoland (Zeewolde), Keukenhof & Tulpenroute Nordoostpolder (Espel).
  • Städte-Highlights:  Amsterdam und Haarlem.
  • Windmühlen- Klassiker: Zaanse Schans & Kinderdijk.

Kampen

Tulpenroute Flevoland

Amsterdam

Haarlem

Ketelhaven - Tulpenroute Dronten

Zaanse Schans

Keukenhof

Kinderdijk

Espel- Tulpenroute Noordoostpolder

Tag 1–2: Ankunft in Kampen und Tulpenroute Flevoland

Kampen:

Kampen war unser Zuhause auf Zeit. Wir buchten uns via Airbnb in ein kleines Ferienhaus im Ferienpark EuroParcs De Ijssel Eilanden in der niederländischen Provinz Flevoland ein. Das Feriendomizil wurde auf künstlich angelegten Inseln erreichtet und fast jedes Ferienhaus befindet sich direkt am Wasser. Für einen spontanen Zeitvertreib ist die Hanse-Stadt Kampen schnell erreichbar.

Tulpenroute Flevoland:

Die Tulpenroute Flevoland bei Zeewolde ist beeindruckend weitläufig und kann sehr gut mit dem Auto erkundet werden.

Sie umfasst ca. 100 km und wir haben uns einige Stunden Zeit genommen, um die perfekten Fotomotive zu finden. Die Route in Espel ist oft weniger überlaufen als die Gebiete rund um den Keukenhof und bietet echtes „Local-Feeling“. Während der Keukenhof ein gestalteter Park ist, erlebst du im Noordoostpolder die echte Landwirtschaft. Du kannst die Tulpenroute mit dem Auto, dem Fahrrad oder sogar zu Fuß in Teilabschnitten erkunden.

Was den Noordoostpolder so besonders macht, ist die Mischung aus Tradition und Moderne. Du siehst klassische Windmühlen direkt neben modernen Windrädern – ein faszinierendes Bild für die Kamera.

Besonderes Highlight: Auf dieser Route kannst du oft ganz nah an die Felder heran (natürlich ohne die Blumen zu zertreten!).  Es ist deutlich weniger touristisch als in Lisse und du hast oft ganze Felder ganz für dich allein. Die abgeernteten Felder, auf denen die bunten Blätter wie bunter Konfetti-Regen am Boden liegen haben ihren ganz eigenen Charme.

Die beste Besuchszeit, um die Tulpenblüte in vollen Zügen genießen zu können ist meist von Mitte April bis Anfang Mai.

Es ist nicht erlaubt, beliebige Tulpenfelder  zu betreten. Es gibt einige “Show”-Felder oder Pflück-Gärten (Pluktuinen). Achtet darauf, dass ihr die Tulpenzwiebeln nicht beschädigt und am Rand oder in den Mittelstreifen der Felder entlang lauft, die Tulpen-Felder sind die Lebensgrundlage vieler Bauern.

Die aktuell verfügbaren Fahrrad und Auto-Routen findest du hier: Routen – Tulpenfestival

Falls du eine einsame Windmühle vor einem Tulpenfeld ganz für dich allein suchst, kannst du dir diesen Ort für deine Route speichern.

Tag 3: Städte-Trip nach Amsterdam und Haarlem

Amsterdam:

Amsterdam ist das pulsierende Herz der Niederlande. Ein Spaziergang entlang der Prinsengracht oder Herengracht gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Die schmalen, schiefen Häuser spiegeln sich im Wasser und an jeder Ecke stehen Fahrräder mit bunten Blumenkörben. Wir haben ca. 4-5 Stunden in Amsterdam verbracht.

  • Bloemenmarkt: Der berühmte schwimmende Blumenmarkt ist ein Muss. Hier findet ihr alles von frischen Tulpensträußen bis hin zu ausgefallenen Blumenzwiebeln (Bulbs) für den eigenen Garten.
  • De Wallen (Rotlichtviertel): Ein Besuch im ältesten Teil der Stadt darf nicht fehlen. Das berühmte Rotlichtviertel ist bekannt für seine schmalen Gassen, roten Lichter und die historische Architektur. Wichtig zu wissen: Das Fotografieren der Fenster ist absolut verboten. Dennoch ist die Atmosphäre am Abend, wenn sich die Lichter in den Grachten spiegeln, einzigartig. Wenn du die Atmosphäre und die Architektur erleben willst, ohne in riesige Menschenmassen zu geraten, besuche diesen Teil der Stadt am besten – wie wir – in der frühen Dämmerung (Blaue Stunde).
  • Anne-Frank-Haus: Direkt an den Grachten gelegen, bietet dieser Orte tiefe Einblicke in die Geschichte der Stadt. Wir haben uns nur leider vor unserem Besuch nicht ausführlich informiert und konnten kein Ticket ergattern. Damit dir das nicht passiert, beachte dass Tickets nur online erhältlich sind und 6 Wochen im Voraus gebucht werden müssen (Buchung immer dienstags um 10:00 Uhr für Besuche in sechs Wochen)

Haarlem:

Wer Amsterdam liebt, wird Haarlem vergöttern. Nur etwa 20 Minuten von Amsterdam entfernt, bietet Haarlem eine entspannte Alternative zum Trubel der Hauptstadt. Das Städtchen hat wunderschöne “Grachten” (kleine Kanäle), die in den kleinen Hafen führen. Dort befindet sich die bekannte Windmühle „De Adriaan“ – ein wunderschönes Fotomotiv. Außerdem haben wir den Grote Markt besucht, dieser ist das Zentrum von Haarlem mit der beeindruckenden St.-Bavo-Kirche. Wir haben ca. 3 Stunden in dem Städtchen verbracht.

Tag 4: Zaanse Schans

Zaanse Schans ist ideal für einen schnellen Einblick in das alte Holland. Das Gelände ist wie ein lebendiges Dorf gestaltet, das zeigt, wie die Menschen in der Region Zaan im 18. und 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben. Früher gab es hier über 600 Mühlen, auch heute darf man noch ausgewählte Mühlen besichtigen,  wie zum Beispiel die Mühle De Kat – die einzige Farbmühle der Welt, die noch Pigmente mahlt.

Die typischen dunkelgrünen Holzhäuser mit ihren weißen Verzierungen sind perfekte Fotomotive. Viele dieser Häuser sind bewohnt, andere beherbergen kleine Museen oder Läden.

Du solltest früh kommen, ab 09.30 Uhr wird es sehr voll. Das Gelände selbst ist kostenlos begehbar. Falls man die Mühlen von innen besichtigen möchte, ist eine Bezahlung für den Eintritt notwendig.

Wir haben in Zaanse Schans ca. 1/2 Tag verbracht.

Tag 5: Keukenhof

Wenn es einen Ort gibt, der das „Holland-Gefühl“ perfekt auf den Punkt bringt, dann ist es der Keukenhof in Lisse. Jedes Jahr werden hier über sieben Millionen Blumenzwiebeln von Hand gepflanzt, um für nur acht Wochen im Frühling ein wahres Farbspektakel zu kreieren. Es ist kein klassischer botanischer Garten, sondern eine riesige, kunstvoll gestaltete Parkanlage mit vielen Beeten, Teichen & Pavillons. Die Beetgestaltung steht jedes Jahr unter einem anderen Motto. Neben den klassischen Tulpen in allen erdenklichen Farben und Formen konnten wir hier auch riesige Narzissenfelder, duftende Hyazinthen, Kaiserkronen und prachtvolle Orchideen in den Pavillons bestaunen.

Der Keukenhof ist nur von Ende März bis Mitte Mai geöffnet. Die “beste” Zeit ist meist Mitte April, wenn die Tulpen in voller Blüte stehen – allerdings ist dies auch die am stärksten besuchte Zeit. Buche dein Ticket unbedingt vorab online (Zeitfenster-Reservierung), da die Kontingente vor Ort oft ausverkauft sind. Wir waren direkt um 08:00 Uhr morgens zur Öffnungszeit da, ab 09:00 Uhr hat sich das Gelände stark gefüllt & das schöne Erlebnis wurde schnell “anstrengend”. Daher nutze am besten die Randstunden (Morgens oder ab 16 Uhr). 

Wir verbrachten ca. 3 Stunden im Keukenhof.

Tag 6: Kinderdijk

Wenn du die Niederlande besuchst, ist ein Abstecher nach Kinderdijk wie eine Reise in die Vergangenheit. Hier stehen 19 historische Windmühlen aus dem 18. Jahrhundert in einer Reihe entlang der Kanäle. Sie wurden gebaut, um das Wasser aus den Poldern zu pumpen und das Land trocken zu halten – ein Meisterwerk der niederländischen Ingenieurskunst.

Besonders am Ufer des Flusses, wenn sich die Mühlen im glatten Wasser spiegeln, kann man die Schönheit dieser Gegend bestaunen. 

Das Gelände ist frei zugänglich. Wir haben hier ca. 1,5 Stunden verbracht.

Unser Reise-Fazit

Ein Roadtrip durch die Niederlande im April ist ein Erlebnis für alle Sinne. Von der pulsierenden Energie Amsterdams über die historische Ruhe in Kinderdijk und der Zaanse Schans bis hin zum absoluten Farbenrausch im Keukenhof und im Noordoostpolder.
Die Kombination aus Grachten, Windmühlen und den Millionen von Tulpen macht dieses Land im Frühling zu einem der fotogensten Orte der Welt.

Unser Tipp:

Plant mehr Zeit in den Tulpenfeldern von Noordoostpolder ein und verkürzt eure Besuchszeit im Keukenhof, um ein authentisches Tulpen-Erlebnis fernab vom Massentourismus erleben zu können.